Zu Portraits1: Meine Fotoarbeit umfasst sieben Porträts junger Frauen. Die Porträtierten stehen im Vordergrund des Bildes vor Stadtlandschaften mit Bürotürmen oder Nutz- und Gartenlandschaften mit angelegten Parks. Man sucht anhand der Kleidung und der Mimik der Porträtierten zunächst nach einer inhaltlichen Beziehung der Mädchen zur Landschaft. Auf den zweiten Blick stellen sich die Bilder als Fotomontagen heraus, als konstruierte Wirklichkeiten mit mehreren ineinander montierten Ebenen. Natürliches und künstliches Licht, verschiedene Brennweiten, Perspektiven und Fluchtpunkte vereinen sich in einem Bild. Ich versuche, diese Brüche subtil einzusetzen, um den Bezug zur Wirklichkeit zu erhalten. Der Betrachter ist irritiert und fragt sich, was noch natürlich und was schon künstlich sei könnte: sowohl inhaltlich im Gegensatz von Architektur oder Industrie und Natur in der Landschaft, als auch formal im Medium der Fotomontage. Es stellen sich Fragen zu Unabhängigkeit, Distanz oder Nähe: inwieweit sind wir mit unserer Umgebung verbunden oder leben wir in unserer eigenen Welt, entfremdet von der Landschaft? |